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INITIATIVE RHEUMATOLOGIE

Best Practice-Initiative Rheumatologie

Diaspora-Indikation

Zu viele Patienten und zu wenige Spezialisten: der Bereich der rheumatischen Erkrankungen ist eine typische Diaspora-Indikation. Gerade in dieser Situation käme es jedoch zur Gewährleistung einer umfassenden Versorgung vor allem  auf ein feinjustiertes Praxis-, Patienten- und Kooperationsmanagement an. Die ersten Analyse-Resultate der Best Practice-Initiative „Rheumatologie“ des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) zeigen jedoch, dass es hieran mangelt: die medizinischen Spezialisten setzen lediglich 68,4% (Maximum: 100%) der für ein Best-Practice-Management notwendigen Instrumente, Verfahren und Regelungen ein. Gleichzeitig ist die hieraus resultierende Betreuungsqualität aus Sicht der Patienten mit einem Score von 54,7% (Zufriedenheit in Relation zu den Anforderungen, Maximum: 100%) auch nur gering. Damit laufen die besten Absichten der Spezialisten zur Bereitstellung einer optimierten Patientenbetreuung ins Leere, da unzureichend ausgebildete Strukturen und Prozesse eine Realisierung gar nicht zulassen.
Die Ziele der Initiative

Vor diesem Hintergrund verfolgt die aktuell ins Leben gerufene Initiative die Ziele,
– das Praxis- und Patientenmanagement in dieser wichtigen und wachsenden Indikation detailliert zu untersuchen,
– Verfahren, Handlungsweisen und Instrumente zu bestimmen, mit denen eine optimierte Patientenversorgung und die betriebswirtschaftlichen Ziele der involvierten medizinischen Akteure in Einklang gebracht werden können, um insgesamt
– einen individuell anpassbaren Indikationsmanagement-Masterplan zu entwickeln.
Drei Untersuchungsbereiche
Die Initiative operiert auf drei Untersuchungsebenen:
(1) Mittels einer strukturierten Durchleuchtung der Gegebenheiten des Praxismanagements der spezialisierten Praxen wird der Status quo der Praxisführungs-Qualität bestimmt, um hieraus die Ansätze für Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen zu identifizieren.
(2) Die Analyse der Interaktionsbeziehungen zwischen Spezialisten und kooperierenden Hausärzten ist darauf ausgerichtet, die bislang ungenutzten Komplementär-Potenziale für Anamnese, Diagnostik, Information und Therapie zu identifizieren.
(3) Ergänzt wird die Betrachtung durch die Bestimmung der Patientenzufriedenheit (a) mit der ärztlichen Betreuung, insbesondere unter dem Aspekt von Information und Adhärenz, (b) mit der Qualität der Zusammenarbeit sowie (c) mit den verordneten Medikamenten.
Das Patientenmanagement im Fokus
Speziell der Patienten-Kommunikation schenkt die Initiative besondere Beachtung, denn die ersten Ergebnisse zeigen eine viel zu gering ausgeprägte Patienten-Kommunikationsqualität: gerade einmal knapp 27% der Anforderungen, die Rheuma-Patienten an die Information durch ihre Ärzte stellen, werden tatsächlich auch erfüllt. Die fehlenden Informationen – das zeigt eine andere Untersuchung zum Thema „Internetnutzung durch Patienten“ – beschaffen sich viele Betroffene zum größten Teil aus virtuellen Quellen, mit allen positiven, aber auch negativen Konsequenzen.
Nutzbarkeit der Analyse-Ergebnisse auch für Hausärzte
Eine geplante Sonderauswertung der Resultate wendet sich an Hausärzte, um 
- ihnen einen Einblick in die Arbeitsweise von rheumatologischen Spezialisten zu geben und 
- konkrete Ansatzpunkte zur eigeninitiativen Funktionalitäts-Erhöhung der Interaktionen zu skizzieren.

Kontakt: post@ifabs.de

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