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Teamwork-Qualität im Gesundheitswesen: Zwischen Realität und Excellence liegen Welten

9. Februar 2018

Worum es geht

Ob Klinik, Praxis, Apotheke oder Pflege, Pharma- und Medizintechnik-Industrie: überall wird der Team-Gedanke in der Außenkommunikation betont. Untersuchungen der Teamwork-Qualität, eines der wohl wichtigsten Instrumente zur Entwicklung von Unternehmen, Institutionen, Verbänden oder Vereinen, werden jedoch nur selten durchgeführt. Die Konsequenzen sind unzureichende oder erschwerte Zielerreichung, Ineffizienz, geringe Produktivität, kaum Erneuerung und vor allem viel Frustration.

Oft stehen ganz andere Dinge im Vordergrund oder „handwerkliche Fehler“ dominieren

Befragt man Entscheider nach den Gründen, werden meist schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit angeführt oder darauf hingewiesen, dass man doch „sein Team“ genau kennt. Analysiert man durchgeführte Projekte in Bezug auf das erstgenannte Argument, stellt sich oft heraus, dass die negativen Erfahrungen „hausgemacht“ sind:

(1) Instrument innerbetrieblicher Taktik

Die Untersuchungen wurden als einmaliges Ereignis eingesetzt, um den Interessen einzelner Personen oder Gruppen zu dienen und vordefinierte Erkenntnisse zu belegen.

(2) Fehlende Zielsetzung

Es existierte keine klare Aufgabenstellung für die Untersuchung. Oft war sie auch der Versuch, unliebsame Entscheidungen zu vertagen oder zu vermeiden. Doch wo für die Betroffenen kein Ziel erkennbar ist, fehlt es an Motivation, sich inhaltlich substanziell zu beteiligen.

(3) Mangelnde Ergebnistransparenz

Die Resultate der Teamwork-Analysen werden als „Geheimsache“ behandelt, es wird nicht offengelegt, was mit den Erkenntnissen tatsächlich geschieht.

(4) Unprofessionalität

Die gestellten Fragen sind praxisfern, unverständlich und / oder suggestiv, der Fragenkatalog ist zu umfangreich.

Es existieren auch positive Beispiele

Andererseits zeigen Gegenbeispiele, bei denen die beschriebenen Fehler nicht gemacht wurden, wie bislang ungenutzte Potenziale durch Stärken-Schwächen- Analysen aus Teams heraus aktiviert werden können. Erkennen die befragten Team-Mitglieder dass ihre Meinung nicht nur gehört, sondern ihre Ideen und Vorschläge auch umgesetzt werden, wird die Motivation nachhaltig gefördert.

Die Teamwork-Realität ist weit vom Excellence-Zustand entfernt

Teamwork Excellence-Zustand entsteht nicht automatisch, sondern ist das Resultat einer Reihe von Bestimmungsfaktoren, die zusammen den Best Practice-Standard der Teamarbeit bilden. Doch dessen Beachtung wird meist vernachlässigt.

Quantifizierung der Teamwork-Qualität

Arztpraxen

In Arztpraxen liegt – über alle Fachgruppen betrachtet – der aktuelle durchschnittliche Teamwork Satisfaction Score (TSS), die Kennziffer, die die Relation der MFA-Zufriedenheit mit den Determinanten der Zusammenarbeit und ihren Anforderungen beschreibt, bei lediglich 43,7% (Optimum: 100%), d. h. die Teamharmonie ist nur gering ausgeprägt.

Krankenhaus

Teamstrukturen im Klinik-Bereich liegen im gleichen Niveau-Bereich.

Pharma- und Medizintechnik-Industrie

In diesem Branchen-Segment finden sich höhere Scores, die mit Werten um etwa 60% aber immer noch weit vom Excellence-Status entfernt sind.

Zu Teamwork-Excellence durch doppeltes Benchmarking

Eine Methode, die Teamwork-Qualität objektiv, einfach und schnell zu bestimmen, ist das doppelte Teamwork-Benchmarking. Hierbei werden die Kennzeichen der Zusammenarbeit eines Teams zunächst mit dem Best Practice-Standard verglichen. Hierdurch lassen sich
– der Qualitäts-Status der Zusammenarbeit und
– die daraus resultierende Leistungsfähigkeit zur Aufgabenerfüllung und Zielerreichung bestimmen sowie
– die bislang ungenutzten Möglichkeiten zur Produktivitäts-, Effizienz- und Erfolgs-Steigerung identifizieren.
Ergänzt man die Maximal-Betrachtung durch einen zweiten Vergleich mit der Kooperationsqualität anderer Teams der eigenen Branche oder des eigenen Tätigkeitsfeld-Bereiches, wird eine Aussage möglich, wie sich die eigene, derzeit praktizierte Zusammenarbeit zum Minimal-Standard verhält. Aus dieser Gegenüberstellung ergibt sich die Dringlichkeit von Veränderungsmaßnahmen.

Teamwork Insights leicht gemacht

Die beiden beschriebenen Vergleiche bilden das Funktionsprinzip des Valetudo Check-up© „Teamwork Insights“. Die Ferndiagnose aus dem TeleConsulting-Shop des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) ermittelt ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters das Leistungspotenzial von Teams. Das Instrument ist Branchen- bzw. Aufgaben-unabhängig sofort und jederzeit einsetzbar, es eignet sich für die Analyse und Optimierung von Teamformen aller Art (z. B. Gruppen, Abteilungen, Belegschaften, Business Units etc.).
Der im praktischen Einsatz validierte Check-up ist keine Mitarbeiterbefragung in der klassischen Form, sondern ein auf die Team-Performance ausgerichtetes Analyse- und Optimierungsinstrument.

Fünf Untersuchungs-Ziele

(1) Die gegenwärtig praktizierte Teamarbeit wird mit Hilfe eines Fragebogens untersucht und einem doppelten Benchmarking-Vergleich mit objektiv-repräsentativen Messgrößen unterzogen:
– einem Best Practice-Vergleich mit den für eine optimale Teamfunktionalität grundsätzlich notwendigen administrativen und motivatorischen Regeln, Grundlagen und Verhaltensweisen,
– einer Gegenüberstellung mit der Kooperations-Situation in Branchen- / Tätigkeits-gleichen Teams.
Aus dem doppelten Vergleich wird anschließend ein realistisches Status- und Entwicklungs-Portfolio der Teamarbeit erstellt.

(2) Eine SWOT-Analyse erhebt die im Team herrschenden Meinungen zu den Stärken, Schwächen, Bedrohungen und Chancen ihrer Zusammenarbeit.

(3)
Die Bestimmung und Analyse der Teamharmonie ermöglicht einen Tiefen-Einblick in das Innenleben des Teams.

(4) Die Erhebung der Mitarbeiter-Teamexperience zeigt Barrieren und Forcierungsansätze für die Entwicklung der Team-Synergie.

(5) Ein Aktionsplan mit konkreten Verbesserungsvorschlägen rundet das Paket ab.

Alltagstauglich und konkret

Die Durchführung des validierten Check-up wurde im Hinblick auf eine möglichst hohe Akzeptanz und unkomplizierte Durchführung der Befragung bei maximalem Erkenntnisgewinn konzipiert:
– die Analyse ist für alle Branchen und Team-Formen geeignet
– die Untersuchung ist jederzeit einsetzbar, da die benötigten Unterlagen online abrufbar sind,
– der Analysebogen ist einfach und schnell ausfüllbar, die Bearbeitungszeit liegt bei ca. 20 Minuten,
– es werden keine personenbezogenen Daten oder Indikatoren erhoben, die es ermöglichen, einen Personenbezug herstellen,
– der Auswertungsbericht ist ebenfalls anonymisiert, lässt keine Rückschlüsse auf einzelne Team-Mitglieder zu und umfasst eine detaillierte Team-Expertise mit konkreten Handlungsrahmen-Empfehlungen.

Der Valetudo Check-up© „Teamwork Insights“ ist in fünf Varianten erhältlich:
Version „S“ für Teams mit bis zu 15 Personen
Version „M“ für Teams mit 16 bis zu 30 Personen
Version „L“ für Teams mit 31 bis zu 45 Personen
Version „XL“ für Teams mit 46 bis zu 60 Personen
– Größere Teams oder Team-Benchmarking auf Anfrage

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis
©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES



 

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