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Niedergelassene Ärzte nutzen nur die Hälfte ihrer Praxismanagement-Möglichkeiten

13. Juni 2017
Niedergelassene Ärzte nutzen nur die Hälfte ihrer Praxismanagement-Möglichkeiten IFABS Thill

In Arztpraxen existiert eine Vielzahl ungenutzter Optimierungsmöglichkeiten, die die Funktionalität des Praxisalltages verbessern könnte. Die meisten hiervon sind sogar in Eigenregie aktivierbar.

Ein eklatantes Defizit

In Arztpraxen werden – über alle Fachgruppen und Praxisformen bzw. –größen betrachtet – durchschnittlich nur 53% der für ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement notwendigen Regelungen und Instrumente eingesetzt, die hieraus resultierende Patientenzufriedenheit erfüllt lediglich 61% der Anforderungen und Wünsche. Und selbst in Betrieben, in denen die Teams akut keine Beeinträchtigung ihrer Arbeit verspüren, existieren häufig Risikofaktoren, die mittel- bis langfristig zu Problemen führen.

Das Problem der Praxismanagement-Optimierung

Das ist auch der Grund, warum die Nachfrage niedergelassener Ärzten nach Praxismanagement-Beratungen wächst, denn Beeinträchtigungen wie Hektik, Ärger, Stress und Demotivation sind für viele Praxisteams – und in der Konsequenz für ihre Patienten – tägliche Realität. Um Abhilfe zu schaffen, fehlen Praxisinhabern jedoch das Wissen und die Zeit. Gleichzeitig sind die in Frage kommenden Berater den Medizinern jedoch häufig zu teuer. So kostet eine unspezifische Optimierungs-Analyse gemäß den Ergebnissen von Arzt-Befragungen im Durchschnitt € 1.975,— netto, den größten Anteil machen hierbei die Präsenz- und Reisekosten aus. Notwendige ergänzende Leistungen wie beispielsweise die Durchführung einer Patientenbefragung werden zusätzlich berechnet. Zudem ist der Erfolg dieser Unterstützungen stark von der Beraterqualität abhängig, die sehr variiert, da immer mehr Branchen-Fremde auf dem Gebiet arbeiten. So bleiben die für alle Beteiligten quälenden Situationen häufig unverändert bestehen.

Praxisteams mangelt es an Best Practice-Kenntnissen

Doch das muss nicht sein, denn unabhängig von der Fachrichtung entstehen die Praxisprobleme zu fast 90% durch eine unzureichende Berücksichtigung des Best Practice-Standards. Hierbei handelt es sich um die für einen reibungslos funktionierenden Betrieb notwendigen Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen des Praxismanagements. Ist der Mangel in seinen Details erkannt, können die meisten Veränderungen sogar problemlos von Praxisinhabern und ihren Medizinischen Fachangestellten in Eigenregie umgesetzt werden. Das Hauptproblem von Arztpraxen ist damit die Identifizierung der Verbesserungsmöglichkeiten, nicht ihre Umsetzung.

TeleConsulting für die Optimierung des Praxismanagements

Auf der Basis dieser Erkenntnisse wurde das TeleConsulting entwickelt, eine Methode, die ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters die individuellen Gegebenheiten des Praxismanagements ermittelt, einem Benchmarking-Vergleich unterzieht, um seinen „Gesundheitszustand“ zu überprüfen und als Resultat einen konkreten Optimierungsplan liefert. Das ganze, unter der Bezeichnung „Valetudo Check-up© Praxismanagement“ angebotene Leistungspaket erhält der Anwender zu einem Preis, der gerade ein Zehntel der Vor-Ort-Analysekosten ausmacht. Das Konzept basiert hierfür auf drei Säulen:
– der Reduktion aller überflüssigen kostentreibenden Faktoren,
– einer Automatisierung von Standardvorgängen und
– einem umfassendes Detailwissen über den Praxisbetrieb.

Intelligente Fragebögen ersetzen Berater

Zunächst kommen bei einem TeleConsulting statt Beratern speziell entwickelte Survey-Bögen für Arzt / Ärzte, Medizinische Fachangestellte und Patienten – bis zu hundert können befragt werden – in die jeweils zu untersuchende Praxis. Angebots-Präsentation, Kauf und Bereitstellung der Bögen erfolgen über eine Online-Plattform, eine Regelung, die Ärzte gleichzeitig unabhängig von Terminvereinbarungen mit Beratern macht. Ärzte und Medizinische Fachangestellte dokumentieren im Ankreuz-Verfahren ihre Arbeitsweise, ergänzt durch eine Patientenzufriedenheits-Befragung. Der hierfür notwendige Arbeits- und Zeitaufwand ist sehr gering: die Bearbeitung des Arztbogens beansprucht ca. 30 Minuten, das Ausfüllen der Helferinnen-Unterlage dauert etwa 20 Minuten und der Patientenbogen ist in drei Minuten fertiggestellt. Die ausgefüllten Survey-Forms werden dann an das Institut geschickt und dort ausgewertet.

Objektives Benchmarking

Die Angaben der Screening-Bögen führen zu einer 360-Grad-Sicht der Praxisgeschehens, das neben dem Best Practice-Standard mit den Praxisführungs-Beschreibungen von mehr als 8.000 Betrieben verglichen wird, die diese Analyse bereits genutzt haben. Im Durchschnitt können aus diesem qualitativen Betriebsvergleich je Praxis 38 Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert werden, die in der umfassenden Praxis-Expertise zusammengefasst sind, genügend Ansätze, die täglichen „Qualen“ für Ärzte, Medizinische Fachangestellte und Patienten zu beenden.
Das doppelte Benchmarking bietet darüber hinaus den Vorteil, dass die Arbeitsbedingungen der untersuchten Arztpraxen mit objektiven und repräsentativen Kriterien verglichen werden und nicht mit subjektiven Berater-Einschätzungen.

Follow-up-Untersuchungen ermöglichen Monitoring der Praxismanagement-Qualität

Auf Wunsch können niedergelassene Ärzte Folgeuntersuchungen durchführen, bei denen die Entwicklung des Praxismanagements sowie der MFA- und Patientenzufriedenheit analysiert werden. Auf diese Weise sind z. B. die durch Veränderungsmaßnahmen bewirkten Effekte bestimmbar.

Weiterführende Informationen und Hilfestellungen zum Thema

Der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“. Alle Informationen in der Übersicht einschließlich einer Kurz-Präsentation und eines Beitrages aus der Ärzte-Zeitung…

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: (Titel), BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

© IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


IFABS TeleConsulting-Shop Thill


 

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