Skip to content

Beispiel Online-Terminvereinbarung: Eine digitale Transformation light für Arztpraxen gibt es nicht

22. März 2017

Hohe Kostensensibilität und der Wunsch nach möglichst wenig Veränderung bringen niedergelassene Ärzte dazu, pseudo-digitale Lösungen anzubieten, die jedoch mehr schaden als nutzen.

Praxisinhaber im Spagat

Die Optionen zur Digitalisierung des Praxismanagements verfolgen in der Regel ein doppeltes Ziel: sie sollen direkt oder indirekt dazu beitragen, die Patientenversorgung zu verbessern und gleichzeitig die Praxisteams bei ihrer Arbeit entlastend unterstützen. Dass das nicht kostenlos funktionieren kann, versteht sich von selbst, doch gerade niedergelassene Ärzte agieren extrem kostensensibel und veränderungsunwillig. Sie suchen deshalb nach Lösungen, die beide Aspekte miteinander zu einem minimalen Mitteleinsatz und Umstellungsaufwand zu verbinden.

Geht es nicht einfacher?

Die Online-Terminvereinbarung via E-Mail ist ein solcher „Umgehungs-Ansatz“. Den Patienten wird hierbei auf der Praxis-Homepage angeboten, dass sie ein oder zwei Terminwünsche an die Praxis schicken können, die dann bearbeitet werden. Auf diese Weise versuchen die Ärzte, den Nimbus der Modernität zu erlangen, ohne hierfür investieren oder größere Veränderungen der Abläufe einrichten zu müssen.

Ganz einfach zu Mehrarbeit

Vollkommen unberücksichtigt bleibt hierbei jedoch das Prinzip der Online-Terminvereinbarung, die Patienten eine einfache, schnelle und direkte Methode der Terminbuchung bieten und in den Betrieben zu einer Arbeitsentlastung führen soll. Konkret ist aber genau das Gegenteil der Fall, denn nur im allergünstigsten und seltensten Fall treffen E-Mail-Terminanfragen auf Vakanzen im Bestellsystem. Die Regel ist, dass Praxen eine negative Rückmeldung geben und die Suche erneut beginnt. Das führt häufig zu einem deutlichen Mehraufwand, beispielsweise, wenn versucht wird, die Patienten anzurufen, diese aber nicht erreichbar sind.

Professionalität zero

Die einzige professionelle Alternative ist das Angebot eines Online-Terminkalenders, der alle verfügbaren Vakanzen aufzeigt und direkte Buchungen ermöglicht. Da auch kostenlose Versionen verfügbar sind, besteht für Praxisinhaber kein Grund, ihre Patienten und die eigene Praxisorganisation mit einem unsinnigen Verfahren zu belasten.

Weiterführende Informationen zum Thema „Digitalisierung der Arztpraxis“

Tipps für die erfolgreiche Patienten-Kommunikation in Online-Videosprechstunden. Zur Inhalts-Übersicht des E-Books…
d-Change: Alle Beiträge in der Übersicht

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: Beispiel Online-Terminvereinbarung – Eine digitale Transformation light für Arztpraxen gibt es nicht, BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

© IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES

IFABS TeleConsulting-Shop Thill

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: