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Ambulante Gesundheitsversorgung: Wie niedergelassene Ärzte mit Hilfe des AIM-Konzeptes in die Digitalisierung ihrer Arztpraxen einsteigen

13. März 2017

Aller Anfang ist schwer, für niedergelassene Ärzte ganz besonders, wenn es um die digitale Transformation ihrer Praxisbetriebe geht. Doch ein einfaches Verfahren hilft hierbei.

Wie startet man am besten?

Eine Frage, die niedergelassene Ärzte, die an einer digitalen Entwicklung ihrer Praxisbetriebe interessiert sind, in unseren Gruppendiskussionen, aber auch in Einzelgesprächen sowie in den Valetudo-Befragungen immer wieder stellen, bezieht auf den konkreten Einstieg in die Materie. Sie entspringt einer Situation der Desorientierung durch die Vielzahl der Angebote einerseits und der Besorgnis, nicht rechtzeitig genug zu beginnen und u. U. den Anschluß zu verlieren andererseits. Die Lösung hierfür, ein Vorgehen nach dem AIM-Konzept, ist einfach umzusetzen und von jedem Arzt in seinem Praxisalltag nachvollziehen.

A: Analysieren, welche Ausgangs-Voraussetzungen die eigenen Patienten im Hinblick auf eine Digitalisierung des Praxisbetriebs haben und welche Anforderungen sie stellen.

Es existiert eine Vielzahl von Digital-Lösungen, die ohne direkten Patientenbezug die Produktivität des Praxismanagements unterstützen, beispielsweise neue Praxissoftware-Typen oder der elektronische Informationsaustausch mit Kooperationspartnern. Die meisten Angebote sind jedoch direkt auf die Praxis-Patienten-Beziehung ausgerichtet. Deshalb steht am Anfang jeder digitalen Transformation die Bestimmung,
– wie ausgeprägt das Digital-Interesse der verschiedenen Patientengruppen derzeit ist,
– wie es im die Nutzungsintensität von digitalmedizinischen Angeboten bestellt ist und
– welche Anwendungs-Voraussetzungen die Patienten mitbringen, z. B. in Form der Smartphone- oder gesundheitsportal-Nutzung.

Diese Dinge können unproblematisch mit Hilfe eines Zusatz-Teils im Rahmen von Patientenbefragungen ermittelt werden. Hierdurch erhält der Arzt einen Einblick, wo seine Patienten digital stehen und in welchem Umfang bzw. in welcher Richtung sich ein Digital-Engagement lohnt.

I: Implementierung erster Pilot-Projekte

Unabhängig von den auf diese Weise ermittelten Informationen sollten erste kleinere Projekte gestartet werden, um mit der Einführung und Nutzung Erfahrungen zu sammeln. Hierfür bieten sich beispielsweise die Online-Terminvereinbarung, die Videosprechstunde oder E-Mail-Recalls und Termin-Erinnerungen an. Die Einführungs-Aktivitäten hierfür sowie die notwendigen Investitionen sind vergleichsweise gering, der Erfolg zeigt sich gleichzeitig relativ schnell, so dass das gesamte Praxisteam ein erstes Gefühl für die digitale Transformation erhält.

M: Monitoring der Einsatz-Bedingungen und des Marktes

Gleichzeitig ist es notwendig, die politischen und rechtlichen Determinanten der Digitalisierung des Gesundheitswesens für den ambulanten Bereich im Auge zu behalten und eine Übersicht der für die eigene Praxis in Frage kommenden Angebote zu erstellen, um Chancen rechtzeitig zu erkennen. Zur Eingrenzung der Auswahlmöglichkeiten können Ärzte beispielsweise indikativ vorgehen und nach Ansätzen suchen, die sich auf die von ihnen behandelten Schwerpunkte beziehen. Für die spätere konkrete Auswahl stehen einfache Verfahren wie z. B. die Nutzwertanalyse zur Verfügung.

Weiterführende Informationen und Hilfestellungen zum Thema

Instant Best Practices – Betriebswirtschaftliche Helfer für den Praxisalltag: SWOT-, Break-even- und Nutzwert-Analyse. Zur Inhalts-Übersicht des E-Books und zum PDF-Download…

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: Ambulante Gesundheitsversorgung – Wie niedergelassene Ärzte mit Hilfe des AIM-Konzeptes in die Digitalisierung ihrer Arztpraxen einsteigen, BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

© IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES

IFABS TeleConsulting-Shop Thill

 

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