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d-change: Technik-Voraussetzungen und Investitions-Bereitschaft für den digitalen Wandel sind in vielen Arztpraxen grenzwertig

9. Februar 2017

Digital-Lösungen für Arztpraxen benötigen eine technische Basis, in die sie eingebunden werden können. Doch die ist in vielen Praxen eher ungeeignet. Gleichzeitig sind Ärzte bei Neuinvestitionen sehr zurückhaltend. Doch es gibt einen Ausweg.

Die Digitalisierung erfordert einen Einsatzrahmen

Die Schnelligkeit der Verbreitung digitaler Technologien in Arztpraxen hängt nicht nur von der Bereitschaft der Mediziner ab, sie einzusetzen, sondern auch von den technischen Voraussetzungen, die in den Praxisbetrieben existieren. Und hier ist die Startposition vieler Praxisteams äußerst schlecht, denn
– es werden veraltete Betriebssysteme eingesetzt, Windows XP ist keine Seltenheit,
– die Praxis-Software ist nur bedingt flexibel anpassbar,
– die PC-Architektur ist mit langsamen Prozessoren und fehlenden Schnittstellen oft ebenfalls überholt,
– es gibt keine Geräte-Vernetzung,
– die Anzahl der PCs reicht für die Größe der Belegschaft nicht aus,
– nur einzelne Medizinische Fachangestellte besitzen das Know-how für den Betrieb der Praxis-EDV und / oder
– man arbeitet parallel mit PC und Karteikarten.
Hinzu kommt, dass
– auch Peripherie-Geräte wie Drucker oder Scanner nicht mehr zeitgemäß sind,
– das Praxistelefon in den wenigsten Fällen in das Gesamtsystem integriert ist und
– nach wie vor mit dem Telefax-Gerät als Stand-alone-Lösung ein Großteil der Außenkommunikation erfolgt.

Ärzte sind Unternehmer, denken aber nicht so

Derartige Strukturen senken die Arbeitsproduktivität und erhöhen die Arbeitsbelastung, doch Praxisinhaber scheuen mit Blick auf die Kosten Neuinvestitionen, vernachlässigen dabei aber deren Entlastungseffekte und ihre Folgen für den qualitativen und quantitativen Praxiserfolg. Nur die wenigsten ärztlichen Unternehmer bilden aus ihren Gewinnen Rücklagen für Neu- und Ersatzinvestitionen. In Anbetracht der hohen Kostensensibilität niedergelassener Ärzte stoßen digitale Innovationen damit gleich auf zwei Barrieren, die sich gegenseitig bedingen: eine ungeeignete technische Basis und die geringe Investitionsbereitschaft.

Über den Nutzen zur Investition

Deshalb werden die Anbieter von Digital-Lösungen bei ihrer Marketingarbeit praxisbezogen-konkret und detailliert die Nutzen-Aspekte ihrer Angebot für die Praxis-Produktivität und vor allem für den Praxiserfolg herausstellen müssen, um auf diesem Weg das Potenzial von Investitionen zu verdeutlichen.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren:

Thill, Klaus-Dieter: d-change – Technik-Voraussetzungen und Investitions-Bereitschaft für den digitalen Wandel sind in vielen Arztpraxen grenzwertig, BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis:

© IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES

IFABS TeleConsulting-Shop Thill

 

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