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Praxismanagement-Forschung: Der Grad der Best Practice-Orientierung bestimmt die Stressbelastung von Ärzten und Medizinischen Fachangestellten

5. Dezember 2016
Failed delivery: ©IFABS Photo-Edition / Thill

Der Blick auf Außeneinflüsse täuscht
Hoher Arbeitsdruck, Hektik, Ärger und unzufriedene Patienten prägen den Arbeitsalltag vieler Praxisteams. Die Ursachen werden meist in externen Einflüssen wie undisziplinierten und fordernden Patienten oder in der zunehmenden Bürokratisierung gesucht. Doch wirklich entscheidend ist ein unzureichendes Praxismanagement.
Eine Exploration deckt die Zusammenhänge auf
Das zeigt eine Auswertung von Daten der Valetudo Arzt-Community©. Hierbei wurden Ärzte und Medizinische Fachangestellte im Rahmen ihrer Durchführung der Check-ups gebeten, den von ihnen empfundenen Arbeitsdruck auf einer Skala von „0“ (keine überbeanspruchende Belastung, ruhiger und ausgeglichener Arbeitsalltag) bis „10“ (täglich fast unerträgliche Belastung, hektischer und kräftezehrender Arbeitsalltag) zu quantifizieren. Diese Daten wurden dann mit dem Grad der Best Practice-Orientierung des jeweiligen Praxismanagements verglichen. Der Best Practice-Standard beschreibt die Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die für ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement notwendig sind.


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Stressfreiheit korreliert mit einem Best Practice-Standard über 80%
Der Vergleich belegt, dass das Stress-Empfinden ganz entscheidend von der Qualität des Praxismanagements abhängt: die Mediziner und Arzthelferinnen in Praxisbetrieben, die durch einen Best Practice-Umsetzungsgrad von 80% und mehr charakterisiert, empfinden nach eigenen Angaben keinen Stress, der zugehörige Indikator liegt durchschnittlich bei 1,8. Ab einer Best Practice-Realisierung von 60% absteigend nimmt die Stressbelastung überproportional zu, unter 50% liegt der durchschnittliche Indikator-Wert bereits bei 7,4. Eine unzureichende Feinjustierung der Arbeitsprozesse, fehlgeleitete Routinen und die daraus resultierende, negativ wirkende Wiederholung von Fehlern führen zu Demotivation und Ärger.

© Klaus-Dieter Thill / IFABS

 

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From → Arztpraxis

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