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Zukunftstrend Digital-Medizin: Extreme Schräglage zwischen Entwicklern, Ärzten, Medizinischen Fachangestellten und Patienten

11. August 2016

Last und Chance
In nicht endender Folge strömen neue Konzepte und konkrete Lösungen der Digital-Medizin auf den Markt. Für interessierte Ärzte wird es dabei immer schwieriger, einzelne Ansätze zur Unterstützung der eigenen Arbeit auszuloten, da Konzepte sich auch überschneiden, kompensieren oder zu einer existierenden und nicht veränderbaren bzw. nicht zur Disposition stehenden Praxis-Struktur nur eingeschränkt kompatibel sind. Andererseits ist die Fülle aber auch eine Chance, exakt die Ansätze zu finden, die man benötigt und den Schritt in ein perspektivisches Change Management des eigenen Unternehmens Arztpraxis zu tun.
Die meisten Ärzte haben keinen Bezug zur Digitalisierung
Dieses Auswahl-Problem hat jedoch nur die bislang geringe Anzahl interessierter Medizinern, die meisten stehen der Digital-Medizin neutral bis ablehnend gegenüber. Der Grund ist eine äußerst geringe Innovationsbereitschaft niedergelassener Ärzte. Hinzu kommt, dass die meisten Praxisbetriebe gar nicht die geeignete Grundlage für die Einführung digitaler Technologie besitzen, denn sie verfügen über kein reibungslos funktionierendes Praxismanagement. Das ist aber für eine problemlose Implementierung und die spätere produktive Anwendung unerlässlich.
MFA mit Durchblick
Wesentlich zukunftsorientierter sind die Medizinischen Fachangestellten, die sowohl an den neuen Möglichkeiten interessiert sind als auch wesentliche Informationen besitzen, mit welchen Veränderungen ihre Betriebe in eine adäquate Ausgangssituation gebracht werden könnte, d.h. wo die Ansatzpunkte zur Optimierung des Praxismanagements liegen. Doch die Praxis-Chefs sind an diesen und den Vorschlägen ihres Personals zum größten Teil gar nicht interessiert.
Patienten wünschen es sich digitaler
Gleichzeitig fordern Patienten zunehmend ein digitales Engagement ihrer Ärzte. Das einfachste Beispiel sind Online-Terminvereinbarungen. Das Konzept ließe sich von jedem Praxisteam mühelos umsetzen, aber nur die wenigsten werden trotz aller Vorteile, die auch sie hiervon hätten, aktiv. Gleich gilt für Gespräche über Gesundheitsinformationen aus dem Netz oder für Besprechungen von Self-Tracking Daten: überall mauert die Ärzteschaft (noch).
Die Kommunikation muss verändert werden
Die Anbietern sollten ihre Anstrengungen zur Digital-Diffusion weiter fortsetzen, allerdings in modifizierter Form: neben konkreten Projekten, die als Referenzen einsetzbar sind, muss vor allem die Kommunikation stärker von einer Darstellung der Vorteile auf eine Zielgruppen-verständliche Verdeutlichung des Nutzens verändert werden.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren:
Thill, Klaus-Dieter: Digital-Medizin – Extreme Schräglage zwischen Entwicklern, Ärzten, Medizinischen Fachangestellten und Patienten BENCHMARK!, 11.08.2016

Der Valetudo Check-up© „Digitaler Prädispositions-Status (DPS) Arztpraxis“ ist eine komplette, als Ferndiagnose konzipierte, für allen Fachgruppen geeignete Benchmarking-Praxisanalyse, mit deren Hilfe bestimmbar ist, wie weit in einem Praxisbetrieb die Anwendungs-Voraussetzungen für eine reibungslose Einführung digitalmedizinischer Lösungen entwickelt sind. Mehr Informationen…

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From → Arztpraxis, IFABS

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