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Ärzte unter Stress: Ein Blick in den Spiegel kann helfen

25. Juni 2016
Ärzte unter Stress: Ein Blick in den Spiegel kann helfen

Im Abwärts-Trend
Frust über fehlende Freizeit, Stress, Burn-out, – für eine große Anzahl von Ärzten sind diese Begriffe keine Leerformeln, sondern quälende Realität. Gleichzeitig entwickelt sich aus diesen Phänomenen eine fatale Negativspirale, denn auf Dauer geraten auch Mitarbeiter und Patienten in den Abwärtssog des ärztlichen Stimmungstiefs. Bei der Ursachenforschung dominiert der Blick auf externe Faktoren: vor allem eine Zunahme der Administration, unzuverlässiges Personal und überzogene Patientenansprüche werden von Ärzten als Stressfaktoren angeführt, die die Arbeitsmotivation zunichte machen.

Selfmadestress

Doch die Ergebnisse von Organisationsanalysen zeigen, dass etwa 2/3 der ärztlichen Stress- und Burn-out-Probleme „hausgemacht“ sind, d.h. sie werden durch ein falsches Praxismanagement verursacht. Das Stressempfinden von Praxisinhabern ist umso größer, je weniger der betriebswirtschaftlich notwendigen Gestaltungsfaktoren des Praxismanagements umgesetzt werden. Die Stressoren liegen dabei nicht nur in einem unzulänglichen persönlichen Zeitmanagement, sondern auch im Organisations- und im Führungsbereich:
(a) Praxisinhaber planen ihre Tätigkeiten nicht, arbeiten ohne Prioritäten und erledigen ihre Arbeit nach Anfall. Diese Systemlosigkeit schafft Chaos und Unzufriedenheit.
(b) Nur die wenigsten Ärzte haben schon einmal eine Arbeitsanalyse durchgeführt und konsequent alle „Zeitfresser“ (vermeidbare Störungen durch Telefonate etc.) eliminiert. Alle anderen Praxisinhaber werden durch den Praxisalltag bestimmt, anstatt ihn selbst zu steuern.
(c) In vielen Praxen differieren die Arbeitszeit des Arztes und die verplanten Sprechzeiten, d.h. die Ärzte kommen erst nach dem offiziellen Sprechstundenbeginn in ihre Betriebe. Das Problem: zum Arbeitsbeginn des Arztes sind sowohl Mitarbeiter als auch Patienten nervös und verärgert.
(d) Es gibt zu wenig klare Absprachen mit den Mitarbeiterinnen, in welchen Fällen eine Konsultation gestört werden darf. Meist bleibt die Definition der Wichtigkeit eines Anlasses den Medizinischen Fachangestellten überlassen. Hierdurch entsteht eine Vielzahl von „kleinen“ Ärgernissen, da nur in den wenigsten Fällen die Meinung des Personals mit der der Ärzte übereinstimmt…weiterlesen…



Praxisinhaber, die ihr eigenes Zeitmanagement in Einklang mit der Praxisorganisation optimieren wollen, können hierfür die folgende Analyse nutzen:

valetudo-check-up-praxisorganisation1

© Klaus-Dieter Thill / IFABS

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From → Arztpraxis

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