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eChange-Innovationskreis: Patienten wünschen sich ein Digital-Engagement von Arztpraxen

4. April 2016
eChange Arztpraxis IFABS Thill

Das Projekt

Die verschiedene Explorationen unseres Instituts zum Thema „Digitalisierung der Arztpraxis“ wurden inzwischen unter dem Titel „eChange Arztpraxis“ zu einem Projekt gebündelt. Sein Ziel ist, Instrumente und Verfahren für das Praxismanagement und die Patientenbetreuung zu entwickeln, mit deren Hilfe e/m-Health-Lösungen in Arztpraxen erfolgreich implementiert und etabliert werden können.
Der Innvovationskreis

Ein Baustein des Projektes ist der eChange-Innovationskreis, eine Gruppe von Praxisteams, die sich frühzeitig auf die Digitalisierung einstellen wollen. Eine der ersten Maßnahmen der Kreis-Mitglieder war eine Patientenbefragung, mit der das Wissen und die Erfahrungen der Praxisbesucher (Internet-Portale, Apps, Devices etc.) zum Thema e/mHealth erhoben wurden. Unter dem Motto „Wir möchten uns mit Ihnen gemeinsam auf die digitalen Möglichkeiten vorbereiten“ ermittelten die Praxisteams auch, ob bereits konkrete Erwartungen der Patienten an sie im Hinblick auf Digitalangebote bestehen und wie diese im positiven Fall aussehen.

Noch kein einheitliches Bild, aber eine klare Linie

Der Befragungsansatz stieß insgesamt auf eine äußerst positive Resonanz. Die Ergebnisse zeigen, dass in der Gesamtsicht sehr viele Patienten mit der Thematik durchaus gut vertraut sind und keine Berührungsängste haben. Anders als bei Medizinern, die befürchten, durch die Internetmedizin ersetzt werden zu können, sehen Patienten das Thema deutlich realistischer. Für sie steht die persönliche Behandlung durch den Arzt und die Betreuung durch die Teams grundsätzlich nicht zur Disposition. Vielmehr erhoffen sie sich eine intensivere Nutzung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten.
Der Vergleich zwischen den Patienten-Kollektiven der einzelnen Praxen macht aber auch deutlich, dass das Wissen und die Anforderungen in Abhängigkeit von den Zielgruppen, die die einzelnen Praxen betreuen, noch sehr unterschiedlich sind. Als Grunderkenntnis bleibt – trotz mancher Gegensätze – der Wunsch der Patienten, dass sich Arztpraxen ein Bezug auf eine Digital-Entwicklung unbedingt engagieren sollten.

© Klaus-Dieter Thill / IFABS

Der Valetudo Check-up© „Digitaler Prädispositions-Status (DPS) Arztpraxis“ ist eine komplette, als Ferndiagnose konzipierte, für allen Fachgruppen geeignete Benchmarking-Praxisanalyse, mit deren Hilfe bestimmbar ist, wie weit in einem Praxisbetrieb die Anwendungs-Voraussetzungen für eine reibungslose Einführung digitalmedizinischer Lösungen entwickelt sind. 
Das Leistungspaket beinhaltet die Bereitstellung der Analysebögen (Arzt, MFA und Patienten), die Auswertung der eingeschickten Fragebögen, den Benchmarking-Vergleich der Praxisdaten sowie einen Auswertungsbericht, der auch mögliche Optimierungsmöglichkeiten des Praxismanagements aufzeigt.

Valetudo Check-up© „Digitaler Prädispositions-Status (DPS) Arztpraxis“ IFABS Thill

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From → Arztpraxis, eHealth

2 Kommentare
  1. Na ja – das soll wohl optimistisch stimmen. Und Digitalisierung ist ja auch ein Trend der Zeit!

    Natürlich werden Firewalls, Verschlüsselung etc. eingesetzt. Aber Sie wissen doch (mindestens aus den Medien), dass Anwendungssoftware und auch Sicherheitssoftware wie Firewalls und Verschlüsselungsprogramme meist nicht auf Security getestet ist und Sicherheitslücken enthält, über die erfolgreich angegriffen werden kann. ‚Sinnvollerweise‘ sind auch alle Geräte in den Praxen vernetzt wie Bestrahlungsgeräte, Ultraschall, …. Kriminelle können dann die Geräte und alle Patientendaten auslesen und auch manipulieren!

    Wie wollen Sie denn angesichts dieser Fakten Sicherheitsforderungen erfüllen?

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  2. Persönlich kann ich als Management-Experte wenig zu Sicherheitsanforderungen beitragen, dafür sind IT-Experten zuständig. Da es sich vielfach um sensible Daten handelt, die verwaltet und ausgetauscht werden, sind die Anforderungen besonders hoch und müssen adäquat berücksichtigt werden.
Einem motivatorischen Zweck dient dieser Beitrag nicht, da es bei unserem Vorgehen nicht – wie dargestellt – um die Forcierung von Digital-Ansätzen geht, sondern um die Entwicklung von Strategien, Konzepten und Instrumenten, mit denen Mediziner diese in ihre Praxisführung integrieren können. Angesichts der unzähligen Health-Apps, der wachsenden Anzahl von Startups und der Aktivitäten von medizinischen Fachgesellschaften sind die zu erwartenden Veränderungen durchaus keine Utopie mehr.
Wer sich in der Materie auskennt, weiß zudem, dass etwa 40% der Lösungen gar keine Internet-Anbindung benötigen, da sie lokal angelegt sind. Doch immer wieder wird der mono-fokale Blick auf die – notwendige ! – Sicherheit gerichtet, um das gesamte Thema hiermit in die „Giftschrank-Ecke“ zu drängen. Mit einer sachlichen Diskussion hat das wenig zu tun. Sinnvoller wäre es vielmehr, neben der wichtigen Risiko-Warnung pauschale Kritik-Energie in Lösungs-Energie zu wandeln.


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