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Ein Aufwand, der sich lohnt: Anwendung des Peer-Review-Verfahrens in Arztnetzen

26. August 2015

Anerkannt, aber kaum umgesetzt
Das Peer-Review-Verfahren ist ein im Gesundheitswesen etablierter und anerkannter Ansatz. Trotz seines praxisgerichteten Nutzens hat es sich aber bislang weder in Kliniken noch in Arztpraxen umfassend durchgesetzt. Zentrale Hinderungsgründe waren die nicht flächendeckende Verfügbarkeit geeigneter Peers und der hohe organisatorische Aufwand für die Umsetzung.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat nun mit einem Empfehlungs-Konzept zur Durchführung ein „Revival“ dieses Instrumentes initiiert und Ärzte eines Gesundheitsnetzes wollen den Qualitätsmanagement-Ansatz testen.


Handlungsbedarf bei der Optimierung des Praxismanagements
Derartige Untersuchungen sind dringend notwendig, denn in den Praxisbetrieben von Arztnetzen werden im Best Practice-Vergleich – über alle Fachgruppen und Praxisformen bzw. –größen betrachtet – durchschnittlich nur 59% (Praxen ohne Netz-Zugehörigkeit: 53%) der für ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement notwendigen Regelungen und Instrumente eingesetzt (Ermittlungs-Methode: Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ für Arztnetze). Die hieraus resultierende Patientenzufriedenheit erfüllt 67% (Praxen ohne Netz-Zugehörigkeit: 61%) der Anforderungen und Wünsche. Und selbst in Betrieben, in denen die Teams akut keine Beeinträchtigung ihrer Arbeit verspüren, existieren häufig Risikofaktoren, die mittel- bis langfristig zu Problemen führen.
Veränderung der Sichtweise

Der Grund für diese Konstellation findet sich in der Tatsachen, dass den meisten Ärzten, unabhängig davon, ob sie Mitglied in einem Arztverbund sind oder nicht, der Zusammenhang von Praxismanagement und medizinischer Leistungsqualität nicht wirklich bewusst ist. Hier kann das Peer-Verfahren mit seinem persönlich-beratenden Ansatz helfen:
– so beeinflusst die Organisation maßgeblich die mögliche Betreuungs- und Zuwendungsintensität, aber auch das Langzeit-Monitoring der Patienten sowie die Kooperation mit internen und externen Netzpartnern,
– die Art der Kommunikation bestimmt den Grad der realisierbaren Adhärenz-Förderung und damit einen wesentlichen Teil des medizinischen Erfolges,
– mit Hilfe der Marktforschung lassen sich die Patientenanforderungen, ihre Zufriedenheit mit der Umsetzung und Optimierungsmöglichkeiten ermitteln, die Attraktivität einer Praxis, aber auch eines Netzes steigen
– die Form der Personalführung und das Ausmaß der Mitarbeiterqualifikation schlagen sich in der umsetzbaren Betreuungs- und Zuwendungsqualität nieder,
– ein professionelles Finanzmanagement ermöglicht eine patientenzentrierte Praxisentwicklung, z. B. über Investitionen in eine moderne Praxis- und Patientenverwaltung.

© Klaus-Dieter Thill / IFABS

Weiterführende Informationen zu den Inhalten dieses Blogs bieten die „QuickGuides“-E-Books, konkrete Hilfestellungen liefern die Analysen des Valetudo Check-up ©-Systems.
Die Bilder der IFABS Photo-Edition sind exklusiv bei gettyimages® erhältlich.

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From → Arztnetz, Arztpraxis

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