Skip to content

Leer-Container und Desaster-Events: Meeting-Qualität in der Gesundheitswirtschaft

28. Juli 2015

Meetings sind unerlässlich
Besprechungen sind in arbeitsteiligen Wirtschaftseinheiten für die Gewährleistung der Arbeits- und Ergebnisqualität unverzichtbar. Professionelle Meetings schaffen Transparenz, geben Orientierung, binden alle Beteiligten ein, führen zu neuen Ideen und können motivieren. Diese Effekte steigern wiederum Funktionalität, Produktivität und Erfolg.
Leer-Container vs. Intensiv-Meeting
Um zu überprüfen, wie ausgeprägt die Besprechungsqualität in Unternehmen der Gesundheitswirtschaft ist, wurde das Meet&Rate-System entwickelt. Es ist ein einfach anzuwendendes Bewertungsverfahren, mit dessen Hilfe Besprechungsteilnehmer ihre Eindrücke über Zusammenkünfte, an denen sie teilgenommen haben, dokumentieren und quantifizieren können. Als Messgröße fungiert der Meeting Quality Score (MQS), der das Verhältnis der Zufriedenheit mit einer Besprechung in Relation zu den Erwartungen angibt (100% = Optimum). Dieser Wert skizziert vier Meeting-Grundtypen:
– liegt der Score für eine Besprechung über 80%, handelt es sich um den Meeting-Typ „Produktivitäts-Booster“,
– Werte zwischen 60% und 80% indizieren Intensiv-Meetings,
– Scores im Intervall von 40% bis 60% charakterlosen sog „Leer-Container“ und
– bei Besprechungen mit einem MQS zwischen 0% und 40% handelt es sich um „Desaster-Events“.
MQS-Statistik
Für einzelne Akteure des Gesundheitsmarktes konnten bislang folgende MQS-Größen ermittelt werden:
– Arztpraxen: 38,6%
– Krankenhäuser: 46,4%
– MVZ: 39,3%
– Apotheken: 53,7%
– Pharma- / Medizintechnik-Unternehmen (Management): 42,9%
– Pharma- / Medizintechnik-Unternehmen (Vertrieb): 34,5%
– Healthcare-Startups: 83,6%
Einfach gut besprechen

Das Fazit: die meisten Besprechungen werden von Teilnehmern den beiden o. a. letztgenannten Kategorien zugeordnet, die meisten Meetings erfüllen nicht einmal die Hälfte der Anforderungen. Doch außer entsprechenden Unmutsäußerungen ändert sich an den Meetings – wie auch in na deren Branchen – in Form, Inhalt und Ablauf nichts. Dabei ist – wie die Erfahrungen aus entsprechenden Optimierungsprojekten zeigen – eine deutliche Qualitätssteigerung mit zwei einfachen Mechanismen umsetzbar:
(1) Definition von Standards: mit Hilfe eines Besprechungs-Kodexes kann eine verbindliche Struktur für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung von Meetings geschaffen werden.
(2) Qualitäts-Monitoring: ein einfaches Rating-System, bei dem Meetings innerhalb eines festgelegten Analyse-Zeitraumes von den Teilnehmern nach Rückkehr an ihre Arbeitsplätze bewertet werden, reicht aus, die Einhaltung der Standards zu manifestieren. Bereits die Initiierung und Anwendung eines solchen Systems führen zu einem überlegt-disziplinierteren Umgang mit dem Kommunikationsinstrument „Besprechung“ und zu einer Sensibilisierung im Hinblick auf die konkrete Gestaltung.

© Klaus-Dieter Thill / IFABS

Weiterführende Informationen zu den Inhalten dieses Blogs bieten die „QuickGuides“-E-Books, konkrete Hilfestellungen liefern die Analysen des Valetudo Check-up ©-Systems.
Die Bilder der IFABS Photo-Edition sind exklusiv bei gettyimages® erhältlich.

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: