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Physician Networks Insights: Patienten wissen nur wenig über die Netz-Zugehörigkeit ihrer Ärzte

9. Oktober 2014

Die Auswertungen und Vergleiche der ersten Analysen zeigen bereits Erstaunliches: die auf die Außenkommunikation gerichteten Maßnahmen (Marketing, PR, Social Media) der Netzpraxen sind – im Vergleich zu netzunabhängigen Betrieben – deutlich geringer ausgeprägt. So setzen Netzpartner 64,8% der Instrumente und Maßnahmen ein, die ungebundene Arztpraxen verwenden. Das erklärt gleichzeitig (teilweise), warum nur knapp die Hälfte der in den Praxen befragten Patienten wusste, dass die sie betreuenden Mediziner Mitglieder eines Praxisverbundes sind.

Zum Projekt:
Fokus-Wechsel bei der Untersuchung von Arztnetzen
Standen bislang Untersuchungen der Effekte von Arztnetzen auf die Patientenversorgung und auf die Kooperationsqualität unter den Mitgliedern sowie zwischen diesen und anderen Leistungserbringern im Vordergrund, ist der Fokus des am 1. September gestarteten Projektes „Physician Networks Insights (PNI)“ auf das Praxismanagement gerichtet. Seine Qualität bestimmt – betriebs- und netzbezogen – die Möglichkeiten und das Ausmaß der angestrebten Kooperations- und Versorgungsleistungen.
Die Fragestellungen des Projektes
Das Projekt beschäftigt sich mit der Beschaffenheit, Effizienz und Effektivität des Praxismanagements in Arztnetz-Praxen, einmal im internen Vergleich sowie in Relation zu nicht organisierten Praxisbetrieben. Die Untersuchung zielt hierbei auf die Klärung u. a. folgender Sachverhalte:
– welche Praxismanagement-Strukturen und -Prozesse Netzpraxen generell in welchen Ausprägungen verwenden,
– ob die Zugehörigkeit zu einem Netz besonderer Praxismanagement-Konstellationen bedarf, es also ein spezielles „Netz-Praxismanagement“ gibt,
– ob in Arztnetzen andere Praxismanagement-Standards für Fachgruppen und die Best Practice-Orientierung bestehen als außerhalb,
– worin sich überdurchschnittlich erfolgreiche Netz-Praxen von anderen Mitgliedern unterscheiden,
– ob und wie die Praxisführung von Netz-Mitgliedern von der in Nicht-Netzpraxen abweicht (auch Fachgruppen-bezogen),
– ob Praxismanagement-Ansätze existieren, die aus dem Handeln der Netzpraxen auf „normale“ Praxen übertragen werden können oder umgekehrt.
Die Analyse-Ansatzpunkte des Praxismanagements
Die Erfassung des Praxismanagements erfolgt aus einer 360-Grad-Perspektive von Ärztinnen / Ärzten, Medizinischen Fachangestellten und Patienten. Zu den Analysepunkten zählen u. a. die
– strategischen Determinanten des Praxismanagements (SWOT, Wettbewerbsintensität etc.)
– verfolgte Praxis-Strategie
– eingesetzten Planungs- und Kontrollinstrumente
– Regelungen der Aufbau- und Ablauforganisation
– Regeln des ärztlichen Zeitmanagements
– umgesetzten Mitarbeiter- und Team-Führungsinstrumente
– Maßnahmen der Patientenbetreuung
– Offline- und Online-Medien der Marketingarbeit
– Gestaltungsfaktoren des Dienstleistungsdesigns
– Instrumente des Finanzmanagements.
Besonders wichtig: die Integration der Mitarbeiterinnen- und Patientensicht
Hinzu kommen die Beurteilungen der Medizinischen Fachangestellten zu ihrem Arbeitsrahmen, der aus dem Praxismanagement resultiert, zu ihrer Arbeitsbelastung sowie eine Erhebung existierender Verbesserungsvorschläge. Ebenso geben die Patienten der untersuchten Praxen ihre Beurteilungen zur Praxismanagement-Qualität ab.

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From → Arztnetz, Arztpraxis

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