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Profilierung im Healthcare-Sektor: Die Trivialisierungs-Falle

17. Juni 2014

Entwerteter Ansatz
Die Apotheke in der Fußgängerzone ist für die Dauer einer Woche geschlossen. Den „Grund“ nennt ein prägnant angebrachtes Schild: „Wir bauen für Sie um!“. Fast jede Um- oder Ausbaumaßnahme im Einzelhandel wird inzwischen mit dieser Information erklärt. Durch die inflationäre Verwendung hat sie jedoch ihre Profilierungsfunktion verloren und dringt zum großen Teil auch gar nicht mehr in die Wahrnehmung der Kunden vor.
Problematische Trivialität
Eine ähnliche Wirkung hat der nach wie vor – auch in Arztpraxis-Informationen – intensiv eingesetzte Slogan: „Wir sind für sie da!“ oder „Wir sind für Ihre Gesundheit da!“ Natürlich benötigt die Marketingarbeit eine positive, Nachfrager-gerichtete Sprache, sie darf jedoch nicht in den Bereich der Oberflächlichkeit, Trivialität und des mangelnden Realitätsbezugs abgleiten.
Unglaubwürdiges Patienten-Engagement
In diesen Zusammenhang fällt auch die „Profilierung“ pharmazeutischer Anbieter, man forsche, entwickele und handele für den Patienten. Unsere Untersuchungen zeigen, dass derartige Ansätze zum großen Teil als unglaubwürdig angesehen werden, da die inhaltliche Konkretisierung meist nur aus Allgemeinplätzen besteht. Eine Profilierung ist ohnehin kaum möglich, da die Positionierungs-Konzepte in vielen Fällen austauschbar sind.

Der Grund für die Apotheken-Schließung war übrigens ein Wasserrohrbruch.

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