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Backstage: Wie steht es um die Praxismanagement-Gesundheit in Arztnetzen?

11. Februar 2014

Bedingungsfaktoren der „Netz-Gesundheit“
Praxis-Netze verfolgen im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung der Patienten ihrer Mitglieder das Ziel, eine möglichst hohe medizinische Qualität durch eine optimierte Kooperation und Kommunikation zu gewährleisten. Aber wie „gesund“ sind Netzpraxen selbst, d. h. wie gut ist ihr Praxismanagement für die o. a. Zielsetzung ausgeprägt? Denn nicht die Tatsache allein, Mitglied eines Netzes zu sein, trägt zu einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung bei, sondern auch die in den Betrieben eingesetzten Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen der Praxisführung. Sie bestimmen darüber hinaus auch die Gestaltung interner Aspekte wie Arbeitsmotivation, Produktivität und wirtschaftlichen Erfolg. Nur in einem „gesunden“ Netz mit optimierten Praxismanagement-Strukturen aller Mitglieder kann der Netzgedanke in einem entsprechenden Leistungspotential bestmöglich materialisiert werden.
Gesundheits-Check mit dem PGI
Die Abbildung zeigt die mit einem einfachen Anamnese-Verfahren ermittelten PGI-Werte (Praxismanagement-Gesundheitsindikator, Verhältnis der eingesetzten Praxismanagement-Instrumente im Vergleich zum Best Practice-Standard) für die Mitgliedspraxen eines regional agierenden Netzes. Die Diagnose-Klassifikation sieht wie folgt aus:
0% bis <= 40%: Krankes Praxismanagement
Die Werte in dieser Ergebnisspanne beschreiben ein unterdurchschnittlich ausgebildetes, manifest erkranktes Praxismanagement mit geringer Aktivierung des Leistungspotentials des Praxis-Ressourcen. Es besteht akuter Handlungsbedarf.
> 40% bis <= 60%: Manifest erkranktes Praxismanagement
Werte dieser Klassifizierung indizieren ein durchschnittliches Praxismanagement-Leistungspotential mit deutlichen Erkrankungs-Symptomen – vor allem, je näher ein Wert zur unteren Intervall-Grenze angesiedelt ist -, die eine Veränderungsnotwendigkeit in sich tragen.
> 60% bis <= 80%: Bagatell-Erkrankung des Praxismanagements
Die Werte in diesem Intervall kennzeichnen ein überdurchschnittlich ausgeprägtes, bis auf kleine Ausnahmen gesundes Praxismanagement. Das Leistungspotenzial ist bereits sehr weitreichend ausgeschöpft, allerdings existieren auch noch Verbesserungsmöglichkeiten, je näher der Wert zur unteren Grenze des Beurteilungs-Intervalls liegt.
> 80%: Gesundes Praxismanagement
Werte, die in diesem Bereich liegen, sind Best Practice-konform ausgerichtet und „kerngesund“. Dieser Sektor ist die „unternehmerische Komfortzone“ und entspricht einer Praxisführung mit optimaler Aktivierung des Leistungspotenzials. Wird der erreichte Zustand auf diesem Niveau gehalten, ist eine sichere Basis für nachhaltigen Praxiserfolg gelegt.
Fallbeispiel „Netz-Gesundheit“
Mit einem durchschnittlichen PGI von 55,2% ist für das Fallbeispiel eine manifeste Erkrankung der Netzstruktur festzustellen. Das bedeutet, dass dieses Netz, aber auch die einzelnen Mitglieds-Praxen deutlich unter den Möglichkeiten arbeiten. Eine Verbesserung der Situation wäre durch ein einfaches Best Practice-Selbstcoachings auf der Grundlage des zur Ermittlung eingesetzten Anamnese-Verfahrens erreichbar.

Zum Thema:
Patient Praxismanagement
image

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From → Arztnetz, Arztpraxis

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